Unsere Arbeit

Gewaltprävention an Schulen – Integration durch Menschen

 

BOX-OUT ist anerkannter Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII und widmet sich im besonderen Maß der Jugendgewaltprävention.

Gewaltprävention an Schulen und die hierfür benötigte langfristig angelegte Integration von möglicherweise gefährdeten Kindern und Jugendlichen, besonders derer mit Migrationshintergrund, umschreibt unsere unmittelbare Arbeit. Wir wollen Bildungsbarrieren senken und Soziales und Personelles Lernen vorantreiben. Dazu begeht BOX-OUT neue moderne Wege, wissenschaftlich überprüft und begleitet.

Was Familie nicht schafft, leistet BOX-OUT. Wir geben Orientierung und Perspektiven und bieten in gänzlich anderer Art und Weise ein Familienzugehörigkeitsgefühl. Menschen werden durch Menschen integriert, über einen langen Zeitraum – von der Schule bis zum Ende der Berufsausbildung.

Der besondere Schüssel: Olympischer Sport, anknüpfend an den zeitgemäßen Interessen und Lebenswelten Jugendlicher, insbesondere aus sozial schwächeren Verhältnissen.

Olympischer Boxsport bietet hierbei eine Besonderheit: Vor allem schwer erreichbare Kinder und Jugendliche werden angesprochen, welche oftmals bereits Täter und/ oder Opfer von Gewalt sind. In besonderer Form werden gesellschaftlich notwendige Tugenden vermittelt und geübt.

Im Vordergrund: Der sportliche Grundgedanke von Disziplin und Fair-Play mit Fitness, Bewegung, Regelbewusstsein, Disziplin und der Aneignung eines richtigen Verständnisses von Respekt. Kinder und Jugendliche lernen sich im täglichen Leben ohne den Einsatz von Fäusten herauszuboxen, aus der Orientierungs- und Perspektivlosigkeit und den negativen sozialen Rahmenbedingungen, um die sozialen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen des Lebens meistern zu können.

Das Ziel: Die jungen Menschen sollen teilhaben an der Gesellschaft, in ihr wirken und sie bereichern durch Bildung und sozialer Integration.

Die Methode: Qualifizierte Trainer lehren in Theorie und Praxis die olympischen Werte des Sports und wie die Jugendlichen diese auf den Alltag übertragen können. Durch Orientierung werden Zugang und Verständnis zur notwendigen Bildung geschaffen und erlebbar gemacht.

1.1   Integration von der Schule bis in den Beruf
Ab Schulklasse 7 werden Kinder und Jugendliche begleitet, bis hin zum Abschluss der Berufsausbildung. Im Mittelpunkt steht ein Belohnungsprinzip, frühzeitig beginnend und an den Interessen und Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen orientiert. Die Wertschätzung der Person, Fürsorge und Anerkennung spielen eine wichtige Rolle in unserer Arbeit, ebenso wie die gegenseitige Einhaltung von Regeln – andernfalls folgen, mit den Jugendlichen vereinbarte, Konsequenzen.

1.2   Fitnessorientierter Boxsport
Protagonisten wie die Brüder Klitschko und Regina Halmich haben den Boxsport in deutschen Fernsehsendern zu einem beständigen Programmpunkt gemacht. Aber das Boxen im Fernsehen ist Profisport.
Bei BOX-OUT hingegen geht es um olympischen Boxsport, der nachweislich gesundheitsfördernd ist und zugleich in besonderer Form der Persönlichkeitsentwicklung dient. Sekundärtugenden als notwendiger Bestandteil der Integration und der gesellschaftlichen Anerkennung werden erprobt, erlernt und eingeübt.

1.3   Keine Gewalt!
Statistisch gesehen ist das olympische Boxen als Fitnesstraining eine der ungefährlichsten Sportarten. Im Gegensatz zum Profi-Boxen stehen nicht harte Schläge oder Siege im Mittelpunkt. Sondern Technik und Taktik, Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und ganz besonders: Intelligenz!
Durch das BOX-OUT-Training sollen die jungen Menschen lernen, besonnen und besser mit Konfliktsituationen umzugehen, mit dem Ziel, in schwierigen Situationen immer einen gewaltfreien Weg zu finden, um ein Streitthema zu lösen.
Die Folgen von Straftaten und gewalttätigen Handlungen werden den Jugendlichen nachhaltig aufgezeigt. Besonders die Opferperspektive wird hierbei berücksichtigt.

1.4   Körperliche und geistige Ausdauer
Die Kinder und Jugendlichen werden körperlich und geistig ausdauernder und stärker. Das macht sie leistungsfähiger, besonders auch in der Schule und später im alltäglichen Leben. Sie können sich länger konzentrieren und mit mehr Disziplin Aufgaben lösen.

1.5   Selbstverteidigung
Noch ein Plus: Boxen ist auch eine sehr effektive Form der Selbstverteidigung. Durch die resultierende gestärkte Persönlichkeit wird eine mögliche Opferhaltung reduziert. Die Kinder und Jugendlichen gehen selbstsicherer durch das Leben und schaffen es besser, sich im alltäglichen Leben effektiv, aber friedsam durchzusetzen.

1.6   Respektvoller Umgang
Um Vorurteilen entgegen zu wirken: Durch das Boxtraining werden die Kinder und Jugendlichen nicht zu „Schlägern“! Im Gegenteil: Gewaltbereite Jugendliche werden sensibler und respektvoller im Umgang mit ihren Mitmenschen. Denn Boxen als Sportart wirkt vorbeugend und regulierend, wenn bei Kindern und Jugendlichen durch Erziehungsdefizite und mangelnde Freizeitbeschäftigungen Unausgeglichenheit entsteht oder ein Anstieg des individuellen Aggressionspotenzials festgestellt wird.

DER SPIEGEL 45-2012

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